Kirschen

Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in der Schweiz eine ganze Fülle an Kirschensorten. Im Rahmen eines Inventarisierungsprojektes in den 90er Jahren wurden viele dieser Sorten erfasst.

Die Sortenbestimmung der Kirschen stellte die Experten jedoch vor grosse Schwierigkeiten, da nur aufgrund des Aussehens einer Frucht in vielen Fällen eine klare Sortenzuordnung nicht möglich ist. Deshalb wurden diese inventarisierten Sorten molekulargenetisch untersucht. Dabei zeigte sich, dass sich unter den 900 mutmasslich verschiedenen Sorten etliche Duplikate versteckten.
Die Kirschen-Vielfalt in der Schweiz umfasst somit rund 400 Süss- und Sauerkirschensorten.

Grosse Unterschiede bestanden in den lokalen Sortensortimenten und oft waren die Sorten eng mit einem lokalen Brauchtum verbunden. So in Wimmis BE, wo die Tradition des gemeinschaftlich hergestellten, hochwertigen Kirschensaftkonzentrats seit 1982 wieder gepflegt wird. Die Lokalsorte „Schöne von Einigenein kleines, schwarzes Kirschlein, das besonders geeignet ist fürs Chirschimues, aber unendlich langwierig zum Lesen“ (aus: Jubiläumsbuch 1000 Jahre Wimmis), spielte bei dieser Delikatesse eine besondere Rolle und wurde deshalb von FRUCTUS zur Obstsorte des Jahres 2010 erkoren.

Bei Fragen zu alten Kirschensorten wenden Sie sich bitte an die FRUCTUS-Beratung.