Anna Späth

Wurde 1870 vom Baumschulisten Franz Späth als Sämling in Ungarn erworben und kam vier Jahre Später unter dem Namen Anna Späth in den Handel. Anna Späth ist eine hervorragende Tafelpflaume, benötigt aber gute Lagen. Die Sorte ist ein guter Pollenspender, und heute selten.

Steckbrief

Verwendung Tafel-, Brenn,-, Koch- und Konservenzwetschge
Steinlöslichkeit mittel
Fruchtgrösse mittel bis gross
Fruchtfarbe dunkelviolett bis purpur
Blütezeitpunkt mittelspät
Erntezeitpunkt spät
Wuchsstärke mittel
Befruchtung* Selbstbefruchter
Bemerkungen Krankheiten k.A.
Höhenlage** nicht geeignet

* Auf Befruchtung achten: Bei Zwetschgen und Pflaumen gibt es Selbstbefruchter, Fremdbefruchter und sämtliche Übergänge. Vielfach, besonders bei ungünstiger Witterung während und unmittelbar nach der Blüte, wirkt sich auch bei selbstfruchtbaren Sorten die Befruchtung durch eine zusätzliche, gleichzeitig blühende Sorte günstig auf den Fruchtansatz aus.

** Anbau in höheren Lagen: Die meisten der domestizierten Zwetschgen gedeihen auf der Alpennordseite als freistehende Bäume bis auf eine Höhe von rund 1000 m.ü.Meer. In höheren Lagen benötigt es einen mikroklimatisch besonders guten Standort oder/und speziell an Höhenlagen angepasste Sorten.

Datenquelle: Die Sortenblätter wurden in einem Projekt zur Beschreibung von Obstgenressourcen im Auftrag des BLW bei FRUCTUS und Agroscope im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für die Ernährung und Landwirtschaft (NAP- PGREL) erstellt. Die Erstellen der online-Sortenbeschreibungen wurde vom Bundesamt für Landwirtschaft und anderen Geldbgebern im Rahmen des Projekte “Fructus-plus”  finanziert.
Bei den Sorten ohne Sortenblatt wurden die Beschreibungen von FRUCTUS-Fachpersonen erstellt basierend auf Literaturangaben und Erfahrungswerten.