Usterapfel

Diese Süssapfelsorte wurde erstmals 1750 schriftlich erwähnt, die genaue Herkunft ist nicht bekannt. Sie hat sich von Uster aus in der Schweiz verbreitet.

Synonyme: Ankebälleli, Blatterapfel, Chridebüchsler, Goldapfel, Zitronenapfel, Zitrönler

Steckbrief

Verwendung Tafel-, Most-, Koch- und Dörrapfel
Geschmack süss, fein aromatisch bis aromatisch
Reifezeitpunkt mittel bis spät
Fruchtgrösse klein bis mittel, Höhe 60 mm, Durchmesser 55 mm
Lagerung keine Lagersorte
Höhenlage nicht geeignet
Blütezeitpunkt spät
Fruchtfarbe Grundfarbe: gelb. Deckfarbe: rot
Krankheitsanfälligkeit
Schorf schwach anfällig (Felderhebungen)
Mehltau schwach anfällig (Felderhebungen)
Feuerbrand Triebtestung: mittlerer Befall (1 Test)
Marssonina k.A.

Anbau in höheren Lagen: Die meisten Apfelsorten gedeihen auf der Alpennordseite als freistehende Bäume bis auf eine Höhe von rund 700 m.ü.Meer problemlos. In höheren Lagen bis ungefähr 1000 m.ü.M kommen spätreifende und besonders frostempfindliche Sorten nicht mehr in Frage. Darüber benötigt es entweder einen geschützten Standort, z.B. an einer Hauswand oder speziell an Höhenlagen angepasste sorten. Kritisch wird es ab ungefähr 1200 m.ü.M, aber selbst dort können Apfelbäume mit einer geschickten Sorten- und Standortwahl erfolgreich kultiviert werden. Als Faustregel gilt, dass pro 100 m höhere Lage die Blüte und Ernte um rund eine Woche verzögert wird. Wird im Steckbrief “nicht geeignet” angegeben, so fehlen gesicherte Angaben, dass die Sorte für Höhenlage geeignet ist.

Datenquelle: Die Sortenblätter wurden in einem Projekt zur Beschreibung von Obstgenressourcen im Auftrag des BLW bei FRUCTUS und Agroscope im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für die Ernährung und Landwirtschaft (NAP- PGREL) erstellt. Das FRUCTUS-Projekt wird vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziert.
Bei den Sorten ohne Sortenblatt wurden die Beschreibungen von FRUCTUS-Fachpersonen erstellt basierend auf Literaturangaben und Erfahrungswerten.