Mutterapfel

Synonyme: Lavanttaler Bananenapfel, American Mother, Queen Anne, The Mother

Diese Sorte soll gegen Ende des 19.Jahrhunderts aus den USA nach Österreich ins Lavanttal gebracht worden sein. Der Hochstammbaum wächst mittelstark mit mässiger Verzweigung und lockerer Krone. Der Ertrag ist mittel, jedoch regelmässig. 1935 wurde der Mutterapfel in Europa als «edler Tafelapfel» beschrieben. Die Sorte wurde wegen ihrer Robustheit gegen den Schorf und der guten Tafelapfelqualität von Apfelzüchtern schon verschiedentlich für die Züchtung von neuen Sorten verwendet.

Steckbrief

Verwendung Tafel- und Mostapfel, Cider (süss)
Geschmack süss, aromatisch
Fruchtgrösse mittel bis gross, Höhe 64 mm, Durchmesser 72 mm
Fruchtfarbe Grundfarbe: grüngelb, Deckfarbe: rot
Lagerung im Kühllager bis Dezember lagerbar
Blütezeitpunkt spät
Reifezeitpunkt mittel
Höhenlage* geeignet
Krankheitsanfälligkeit
Schorf schwach anfällig
Mehltau mittel anfällig
Feuerbrand Triebtestung: sehr niedriger bis niedriger Befall (2 Tests)
Marssonina k.A.

*Anbau in höheren Lagen: Die meisten Apfelsorten gedeihen auf der Alpennordseite als freistehende Bäume bis auf eine Höhe von rund 700 m.ü.Meer problemlos. In höheren Lagen bis ungefähr 1000 m.ü.M kommen spätreifende und besonders frostempfindliche Sorten nicht mehr in Frage. Darüber benötigt es entweder einen geschützten Standort, z.B. an einer Hauswand oder speziell an Höhenlagen angepasste sorten. Kritisch wird es ab ungefähr 1200 m.ü.M, aber selbst dort können Apfelbäume mit einer geschickten Sorten- und Standortwahl erfolgreich kultiviert werden. Als Faustregel gilt, dass pro 100 m höhere Lage die Blüte und Ernte um rund eine Woche verzögert wird. Wird im Steckbrief “nicht geeignet” angegeben, so fehlen gesicherte Angaben, dass die Sorte für Höhenlage geeignet ist.

Datenquelle: Die Sortenblätter wurden in einem Projekt zur Beschreibung von Obstgenressourcen im Auftrag des BLW bei FRUCTUS und Agroscope im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für die Ernährung und Landwirtschaft (NAP- PGREL) erstellt. Das FRUCTUS-Projekt wird vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziert.
Bei den Sorten ohne Sortenblatt wurden die Beschreibungen von FRUCTUS-Fachpersonen erstellt basierend auf Literaturangaben und Erfahrungswerten.