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Birne

Sorteninformationen: Birnen

Informationen über die heute angebauten Birnensorten sind im Buch „Obstsorten“ der LMZ Zollikofen www.edition-lmz.ch zu finden.
90 alte Birnensorten sind abgebildet im Jahr 2005 im FRUCTUS-Verlag erschienenen Buche von Simon Egger und Urs Müller, „Pomologische Studien des frühen 19. Jahrhunderts“ Caspar Tobias Zollikofer (1774–1843), siehe Produkte/Bücher.
Ein weiteres Buch zu den alten Sorten von Hans Kessler Wädenswil „Birnensorten der Schweiz“ 1948 ist seit wenigen Jahren vergriffen.
FRUCTUS ist daran, alte einheimische Birnensorten zu beschreiben und schon bald verfügbar zu machen.

Die kleine Muskatellerbirne "Sept-en-gueule" wurde 2009 zur Obstsorte des Jahres ernannt. Mehr dazu im pdf [219 KB] Video

Mehr zu aktuellen Obstsorten ist zu finden unter den "Sortenblätter" der Agroscope ACW Wädenswil und zur Feuerbrandanfällikeit von Kernobstsorten unter Liste pdf [119 KB] .

Schweizerhose

Schweizerhose ist Schweizer Obstsorte des Jahres 2011. Text [133 KB]
Die alte Birnensorte „Schweizerhose“ (Bild), wurde in der Schweiz von einem rund 100 Jahre alten, grossen Birnbaum von Peter Zahner aus Waldkirch SG entnommen. Dort ist die Schweizerhose jedoch nur im obersten Teil des Baumes Goldmostbirne aufgepfropft, (Bild). Karl Stoll hat diese Sorte, wie viele andere, schon vor 20 Jahren in seine Sammlung in Wädenswil aufgenommen, zu deren Rettung vor dem gänzlichen Verschwinden.
Bei der Nationalen Inventarisierung wurde 2004 in Sargans ein Originalbaum der Sorte Schweizerhose gefunden. Das sind die beiden einzigen noch vorhandenen alten Standorte dieser mehrfarbig gestreiften Birne.
Ueber die ursprüngliche Herkunft dieser gestreiften Sorte ist nicht allzuviel bekannt, aber man geht davon aus, dass die Namensgebung in Frankreich, aufgrund der bunten Hosen von Schweizer Soldaten im Ausland, z B Schweizergardisten in Rom, erfolgte. Die Sorte ist im Buch Schweizerische Obstsorten II, Birnen, von Pfau - Schellenberg 1863 abgebildet und beschrieben. Es heisst dort, Schweizerhose ist eine panachierte Abart (Mutation) der langen grünen Herbstbirne, und der Pomologe Diel hat dazu gesagt, diese Birne sei schon seit mehr als 200 Jahren bekannt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass nur gut besonnte Früchte mehrfarbige Streifung zeigen. Interessant ist, dass bei der Sorte Schweizerhose, auch die Jungtriebe eine farbige Streifung auf dem Holz aufweisen. Diese Sorte wächst nur schwach und ist eher frostanfällig. Bei Schweizerhose handelt es sich um eine mittelgute Tafelbirne, sie kann somit nebst der dekorativen Verwendung auch konsumiert werden. Die Früchte reifen Anfang Oktober und halten im Kühllager bis im Februar.
Unterstützen Sie unseren Verein zur Rettung noch mehr solcher interessanter, alter Obstsorten, werden Sie Mitglied, herzlichen Dank. zur Anmeldung