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Offene Tür im Obstsortengarten der Fam Heinzelmann

Der Tag der offenen Tür bei der Fam Heinzelmann in Riedern war ein voller Erfolg. Weit über 100 Besucherinnen und Besucher wollten am 1. August 2010 die rund 1400 verschiedenen Obstsorten sehen und teils degustieren. mehr

Ernennung Schweizer Obstsorte des Jahres 2010

Peter Schmid, Landwirt und Gemeinderatspräsident von Wimmis hat die Medien über die Ernennung der Obstsorte des Jahres begrüsst. Er hat das Dorf und dessen Tradition des "Chirschmuese" vorgestellt, Bild
FRUCTUS hat die Kirschensorte "Schöne von Einigen“ zur weiterlesen ... Flyer [558 KB]

Abstreifen des Saftes für Chirschmues

Medientexte zur Schweizer Obstsorte des Jahres

Text: vom Berner-Oberländer pdf [1'191 KB]
Text: vom Fachmagazin "die grüne" Nr. 15 2010 Artikel

Ernennung der Schweizer Obstsorte des Jahres 2010

FRUCTUS hat am 13. 7. 2010 die Kirschensorte "Schöne von Einigen“ (Bild)zur Schweizer Obstsorte des Jahres 2010 erkoren. Nach der Sorte „Schneiderapfel“ 2008 und der Birnensorte „Sept-en-gueule“ 2009 erfolgte diese Ernennung zum 3. Mal in Folge. Die diesjährige kleine, süsse, schwarze Kirschensorte ist auch stellvertretend für andere Hochstamm-Kirschen dieser Art ausgewählt worden, denn ohne die nötige Beachtung würden noch mehr Hochstammbäume und somit viele seltene und regionale Sorten in Zukunft ganz verschwinden. Grund für das Verschwinden dieser „Konservenkirschensorten“ sind auch die neuen Regelungen des Bundes, weil für diese Früchte WTO-bedingt keine Exportbeiträge mehr bezahlt werden dürfen.
Die "Schöne von Einigen" stammt aus dem Dorf Einigen in der Nähe von Spiez am Thunersee. Ihr Baum weist einen kräftigen Wuchs auf und die Kirsche zeichnet sich durch ein süssliches Aroma mit feinem Gewürz aus. Charakteristisch ist das weiche Fruchtfleisch der Schönen.
Seit Jahrhunderten wird diese Sorte zur Herstellung der Spezialität „Chirschmues“ verwendet. Bei der Auszeichnung der Sorte in Wimmis hat FRUCTUS auch dieses Brauchtum vorgestellt. Die Kirschen werden zunächst in Fässern püriert und anschliessend in Leinensäcken aufgehängt, damit der Saft durch das Gewebe austritt. Dieser Saft wird anschliessend gekocht und so zu einer streichfähigen Masse eingedickt.

Senf und Wurst mit alten Kirschensorten

Die Chriesiwurst von Metzgermeister Marcel Rinderli aus Zug ist der neueste Schweizer Grillhit. Das knackige Produkt mit getrockneten, dunklen Kirschen greift die alte Kirschentradition auf und überzeugt durch eine gewitzte Verbindung von süss und fleischig.
Fructus meint dazu: Gute Idee diese Chriesiwurst, und den Senf dazu hat das Saanenland mit seiner regionalen Spezialität, dem Sannensenf. Zu diesem Senf wird insbesondere Kirschenmus verwendet. Die Familien dort haben ihre eigenen Rezepte eines ist zu finden unter: http://gstaad.ch/de/page.cfm/Geniessen/RegionaleSpezialitaeten/Saanensenf

Dass auf diese Art der Verwendung von alten Kirschensorten nicht nur die Sorten, sondern auch Hochstammbäume erhalten bleiben ist eine Freude. mehr pdf [128 KB]




Offene Tür bei Fam. Heinzelmann

Der Obstsortengarten der Familie Heinzelmann

Der Tag der offenen Tür am 1. August 2010 auf dem Obstbaubetrieb der Familie Heinzelmann in Riedern/Roggwil war mit gegen 200 Besucherinnen und Besucher ein voller Erfolg. Die Familie Heinzelmann betreut eine Obstsortensammlung des Bundes, eine sogenannte Einführungssammlung. Es sind das 3800 Niederstammbäume mit 1900 verschiedenen Sorten respektive Herkünfte. Verschiedene Herkünfte mit unterschiedlichen Sortennamen sind dieselbe Sorte. So werden es schlussendlich, sagte der Gastreferent David Szalatnay, rund 1400 verschiedene Sorten sein. Die Bäume stammen aus dem Inventarisierungs-Projekt, Gesamtschweizerische Inventarisierung der Obst- und Beerensorten, dem bislang grössten NAP-Projekt (NAP 02-23) von FRUCTUS. Diese wurde 2004 abgeschlossen und hat gesamthaft 2000 seltene Sorten, oder eben Herkünfte hervorgebracht. Junge Bäume dieser Sorten wurden in Baumschulen angezogen und stehen jetzt in verschiedenen Regionen der Schweiz in solchen Sammlungen, wie in dieser hier in Riedern. Diese Sorten sollen nun in den kommenden Jahren nach standardisierten Methoden beschrieben werden sagte Szalatnay, der dieses Beschreibungsprojekt seit bald 4 Jahren an der Agroscope ACW in Wädenswil im Auftrag der FRUCTUS leitet, siehe auch Beschreibung von Obstgenressourcen BEVOG. Der Referent wusste dann auf dem Rundgang durch den Sortengarten auch spannende Geschichten zu den einzelnen Sorten und deren Namen und "Vaterschaftstest" zu berichten.
Urs Heinzelmann hat dann beim weiteren Rundgang durch seine Kulturen die Pflichten und Probleme mit solch einer "Einführugssammlung" erläutert. Die schlimmste Zeit war 2007, weil die Sammlung dann vom Feuerbrand betroffen war. Vorbeugend wurden an den Jungbäumen die Blüten entfernt zur Verhinderung von Blütenbefall. Trotzdem wurden wegen dem grossen Krankheitsdruck aus der Umgebung, im Sommer dann einige Bäume an den Treiben befallen. Dank fachgerechtem Rückschnitt konnten die meisten Bäume gerettet werden. Jetzt ist die Anlage wieder sauber, weist aber beim Kernobst einige wenige Baumlücken auf.
Der anschliessende, kulinarische Teil dieses gelungenen Anlasses hat die Familie 4-Köpfige Familie speditiv und zur vollsten Zufriedenheit der Gäste geleistet. Spendiert wurde der Imbiss von dem Verein Obstsortensammlung Roggwil, deren Präsident Heinz Daepp hat dann allerdings eine Kollekte empfohlen, mit dem Zweck der Erhaltung alter Obstsorten.

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