Obstsorten-Erhaltungsprojekte
Fructus ist verantwortlich für die Koordination und Durchführung verschiedener Projekte im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) der Schweiz zur Erhaltung und langfristigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen.
Die Gesamschweizerische Inventarisierung der Obst- und Beerensorten war das bislang grösste NAP-Projekt (NAP 02-23) von Fructus und wurde 2004 abgeschlossen.
Über 2000 alte, wenig oder noch nicht bekannte, gefährdete Obst- und Beerensorten konnten für die Erhaltung in Sortensammlungen vermehrt und für die Zukunft abgesichert werden. Diese Sorten sollen nun in den kommenden Jahren nach standardisierten Methoden beschrieben werden.
In den Nachfolgeprojekten Agronomische und pomologische Beschreibung von Obst-Genressourcen (NAP 02-22; 2004-2006) und Beschreibung von Obstgenressourcen (NAP 03-21; 2007-2010) werden diese Obstsorten pomologisch und molekularbiologisch beschrieben und ihr Potenzial für den Anbau, die Züchtung und die Verarbeitung aufgezeigt.
Weitere von Fructus durchgeführte NAP-Projekte sind NAP 03-22: Baumnüsse in der Schweiz sichern – sammeln – nutzen und das Buch Früchte und Beeren der Schweiz (NAP 03-23).
Fructus betreut an drei Standorten Obstsorten-Genbanken:
Die Sammlung des Obstlehrpfads Höri sowie in Zusammenarbeit mit der Agroscope Changins-Wädenswil (ACW), die Einführungs- und Duplikatsammlung Kirschen auf dem Steinobstzentrum Breitenhof in Wintersingen und die Einführungs- und Duplikatsammlung Zwetschgen/Pflaumen in Wädenswil.
Diese Sammlungen werden finanziell unterstützt vom Bundesamt für Landwirtschaft.
Neben den NAP-Projekten unterhält Fructus verschiedene Projekte und Aktivitäten zur Erhaltung alter Obstsorten: In einer Sorten-Kartei hat Fructus bisher über 300 Obstsorten beschrieben. Der Verein erwarb die pomologischen Bücher- und Dokumentensammlung von Silvio Martini, die heute an der Agroscope archiviert ist.




